Aktion Kinderhilfe Münster e.V.

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AKTION KINDERHILFE MüNSTER e.V.

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes war kein Versehen
Von Merle Plachta am 19.11.2008 18:21 Uhr MZ
LAER/MÜNSTER Heinrich Fischer hat am Mittwochnachmittag in Münster das Bundesverdienstkreuz von Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek – stellvertretend für Bundespräsident Horst Köhler – erhalten.


Heinrich Fischer (Mitte) freut sich mit Ehefrau Doris über das Bundesverdienstkreuz,
das ihm von Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek überreicht wurde.
Foto prf

„Tagelang habe ich ganz ungläubig auf den Brief geguckt. Ich war mir ganz sicher, es handelt sich um ein Versehen.“ , so Fischer. Es war natürlich kein Versehen. Der Laerer erhält die hoghe Auszeichnung aus vielen guten Gründen. Denn der pensionierte Lehrer gründete 1979 zusammen mit Erich Robert Sorge den Laerer Madrigalchor und leitete ihn 19 Jahre als Vorsitzender. Und brachte so kulturelle Leistungen auf höchstem Niveau auch in eher ländliche Gegenden. So wurde etwa das jährlich stattfindende Laerer Pfingstkonzert zu einer beliebten und über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Veranstaltung. Außerdem motiviert der gebürtige Aschendorfer die Sänger im Laerer Chor als Ehrenvorsitzender noch heute zu Höchstleistungen. Im Mai 2004 gründete der ehemalige Schulleiter zudem die Laerer Kulturstiftung und bewältigte es so, immer wieder finanzielle Mittel für Kunst- und Musikinteressierte in Laer zu beschaffen. „Das war oft eine Mammutaufgabe“, erinnert sich Fischer. Reisen nach Kaliningrad Doch damit nicht genug: Auch zur Völkerverständigung leistete Fischer stets seinen Beitrag – ob nun durch seine jährlichen Konzertreisen ins russische Kaliningrad oder durch sein Amt als stellvertretender Vorsitzender der Aktion Kinderhilfe Münster e.V. Auf seinen Reisen nach Afrika konnte er dabei selbst das Gefühl des Fremdseins in einem Land erfahren. Fischer ist sich sicher, dass er all das nicht ohne seine Familie geschafft hätte. „Und deshalb gehört das Bundesverdienstkreuz genauso ihnen“, sagte der frisch gebackene Ordensträger.

„Investition in die Hirne“
hpe am 23.04.2008 22:40 Uhr MZ
MÜNSTER Petra Böcker macht den Briefumschlag aus Bolivien auf, findet darin einige Bilder von Straßenkindern, die sich in einem kleinen Klassenraum über ihren ersten Schultag freuen. Und in diesem Moment ist sich die Pädagogin aus Münster wieder sicher, alles richtig gemacht zu haben. Seit Jahrzehnten engagiert sie sich im Vorstand der Aktion Kinderhilfe Münster, setzt sich für bessere Bildungschancen in armen Regionen auf dieser Welt ein. Dazu zählt auch das Projekt „Oqharikuna“, das Straßenkindern in der bolivianischen Stadt Sucre durch regelmäßigen Unterricht, Freizeitangebote und Arbeitsplatzbeschaffung rehabilitieren soll.


Engagieren sich im Aktionskomitee:
v.l. Rüdiger Winter, Petra Böcker und der stellv. Vorsitzende Heinrich Fischer.
hpe

Die „Investition in die Hirne“ ist für Petra Böcker die Grundlage für eine bessere Zukunft vieler Familien. Denn nur wer gut ausgebildet ist, bekommt Arbeit und kann seine Familie ernähren. Auf dem kleinen Festheft, das jetzt zum 40-jährigen Jubiläum des Vereins erscheint, steht unter einem Bild aus einer indischen Dorfschule ein Satz, der die Gemeinschaft der Ehrenamtlichen prägt:

„Es gibt keine heiligere Verpflichtung als die der Welt gegenüber ihren Kindern!“

Internationale Hilfe Getreu diesem Motto hat die Aktion bislang rund fünf Millionen Euro an Spendengeldern gesammelt, fördert mehrjährige Hilfsprogramme wie den Bau von Waisenhäusern in Bolivien, die Beschaffung von Schulkleidung in Indien, die Erweiterung einer Mädchenschule in Afghanistan oder einen Schulmittagstisch in Brasilien. Die Gelder aus Münster verstehen sich als Anschubfinanzierung einer Hilfe zur Selbsthilfe. Böcker: „Wir arbeiten nur mit vertrauenswürdigen und zuverlässigen Bezugspersonen vor Ort zusammen, jedes Förderprojekt wird umfassend im Aktionskomitee beraten, und wir schauen vor Ort nach, ob die Mittel richtig verwendet werden.“
Der Verein hat 250 fördernde Mitglieder und verfügt über das Spendensiegel des deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen. Jedes Mitglied legt selbst fest, wieviel es spendet. Auch sind Zustiftungen für die neu gegründete Kinderhilfe Münster Stiftung möglich.
Veranstaltungen zum Jubiläum:
30. Mai, 18 Uhr: Schlossgartenkonzert mit Canto Sur.
31. Mai, 15 Uhr: Feier im Pfarrzentrum der Gemeinde Hl. Kreuz, Maximilianstr. 59.
www.aktionkinderhilfe.de

Hilfe für Erdbebenopfer ist ihr Anliegen Münster

Angesichts der Not der Erdbebenopfer in Kaschmir fanden zwei Hilfswerke aus Münster zu einer schnellen und effizienten Zusammenarbeit in der Katastrophenhilfe, wie es in einer Pressemitteilung heißt: Humanity Care und die Aktion Kinderhilfe Münster. Letztere stellte aus stillen Reserven ihrer Stiftung 5000 Euro für die Kaschmir-Nothilfe bereit. Fast sechs Kubikmeter warme Decken und Kleidung wie Schlafsäcke, Kinderanoraks und Handschuhe wurden von Folker Flasse (Humanity Care) günstig eingekauft. Zwei volle Fuhren eines Kombi mit dem Vereinsanhänger der Kinderhilfe sorgten für den kostenlosen Transport zum Flughafen FMO. Dort überreichte Barbara Hümer, die Vorsitzende von Verein und Stiftung der Kinderhilfe Münster, jetzt beim Verladen der Luftfracht zudem einen 900-Euro-Scheck an Folker Flasse. An der Verteilung der warmen Decken und Kleidung in Kaschmir werden unter anderem Heeresflieger aus Rheine, die vor Ort Hilfseinsätze fliegen, beteiligt, heißt es in einer Pressemitteilung. Mittwoch, 14. Dezember 2005 - Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)

 

Kino als Ausstellungsraum

-bea - Münster. Oqharikuna und Concipe. Zwei Begriffe mit denen die meisten nichts verbinden. Wirft man derzeit einen Blick ins Cinema an der Warendorfer Straße, ändert sich das. Hier stellt die Aktion Kinderhilfe auf Collagen zwei ihrer Hilfsprojekte in Bolivien vor: Oqharikuna und Concipe. Wir denken, dass wir in diesem Kino ein Publikum ansprechen, das für solche Themen ein offenes Ohr hat, erklärt Hermann Bröcker den außergewöhnlichen Ausstellungsort. Das kleine Programmkino ist für sein alternatives Programm bekannt. Wir arbeiten öfter mal mit sozialen Projekten zusammen und verbinden das mit einer Filmvorführung oder ähnlichem, erzählt Christine Müh, Theaterleiterin im Kino. Seit zehn Jahren betreut der münstersche Verein Kinderhilfe die Arbeit in Bolivien. In dieser Zeit entstanden unter anderem ein Kinderheim für 30 Jungen und eine Tagesstätte für Behinderte. Mit einer Molkerei, Tischlerei und Tankstelle sollen die Jugendlichen ermutigt werden sich eine Existenz aufzubauen. Zwar haben wir eine Reihe Langzeitprojekte, aber unsere eigentliche Aufgabe ist die Anschubfinanzierung, erklärt Herbert Kordy. Die Kinder sollen später auf eigenen Beinen stehen. Bis Ende September ist die Ausstellung noch in den Räumen des Cinema und CafÈ Garbo zu besuchen. Donnerstag, 08. September 2005 - Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)

 

Konkrete Hilfe vor Ort seit 37 Jahren

Münster - Bunte Fotografien von fröhlichen Mädchen beim Lernen mit Ordensschwestern, Capoeira-Tanzen und gemeinsamen Essen. "Wir möchten nicht immer nur die selben Elendsbilder zeigen," sagt Barbara Hümer, Vorsitzende der Aktion Kinderhilfe Münster e.V.. Und so zeigen die Fotos, die seit gestern im Foyer der Stadtbücherei zu sehen sind, fröhliche Gesichter. Auf einigen Fotografien ist auch Hümer zu entdecken. Gemeinsam mit Schatzmeister Gerd Gralmann hat sie sich im vergangenen April auf den Weg nach Sao Luis in Brasilien gemacht, um zu sehen, wie sich das dortige Mädchenhaus-Projekt entwickelt. Dort entstanden die Bilder. Der persönliche Kontakt mit den Partnern vor Ort, in diesem Fall Franziskanerschwestern, ist ihr besonders wichtig, betont Barbara Hümer: "Aber auch zu sehen, wie sich das Leben der Mädchen, die zum Teil schon auf der Straße leben mussten, zum Positiven verändert hat, ist wichtig". Auch anderswo benötigen Kinder Hilfe. Aus diesem Grund engagiert sich die Aktion Kinderhilfe schon seit über 37 Jahren in der Eine-Welt-Arbeit. Zur Zeit werden 14 Dauerprojekte in Brasilien, Bolivien, Indien, Sri Lanka, Mali und Mauretanien betreut. Dazu kommen Einzelmaßnahmen, die gefördert werden, wie der Aufbau von Schulen in Afghanistan mit dem noch zu Zeiten der Taliban begonnen wurde. "Wir bekommen täglich aus aller Welt Anfragen zur Förderung," berichtet Hermann Bröcker, Mitglied des Aktionskomitees. Das Aktionskomitee überwacht die laufenden Maßnahmen und wählt je nach Höhe der Spendeneinnahmen, die Projekte aus die zusätzlich unterstützt werden können. Dafür, dass die Spendengelder auch bei den Bedürftigten ankommen, legt das Aktionskomitee seine Hand ins Feuer. Von der erfolgreichen Arbeit soll die Ausstellung in der Stadtbücherei zeugen. Zur Zeit zählt die Aktion Kinderhilfe an die 300 Fördermitglieder. Da der Verein schon seit 1968 aktiv ist, wünschen sich Barbara Hümer und Gerd Bröcker, dass sich der Mitgliederstamm ein wenig verjüngt, damit die Arbeit des Vereins gesichert ist. Die Höhe des Mitgliederbeitrags bestimmt übrigens jeder selbst, so ist die Mitgliedschaft selbst für Studenten möglich. Mehr Informationen über die Aktion Kinderhilfe gibt es am Infostand (jeder 1.Samstag des Monat im Foyer der Stadtbücherei) oder im Internet unter: www.aktionkinderhilfe.de - DAG Mittwoch, 02. März 2005 - Quelle: Münstersche Zeitung (Münster)

 

Für die Kinder dieser Welt

-mm - Münster. Seit 37 Jahren setzt er alles dran, Kindern, Familien und sozialen Gemeinschaften dieser Welt eine Zukunft zu eröffnen. Der Verein Aktion Kinderhilfe Münster leistet Großartiges, wenn es darum geht, gegen die bittere Armut und die Not von Menschen in Brasilien, Bolivien, Indien, Sri Lanka oder Afrika anzukämpfen. Im Moment hat die Aktion Kinderhilfe die an jedem ersten Samstag im Monat einen Infostand in der Stadtbücherei hat 14 Dauerprojekte und 275 fördernde Mitglieder, die mit zehn Euro aufwärts die humanitäre Hilfe unterstützen. Mit einer Ausstellung in der Stadtbücherei rückt der Verein jetzt neben seiner engagierten Arbeit es werden auch Einzelmaßnahmen spontan gefördert sein aktuelles Projekt in den Blickpunkt: Das Mädchenhaus in Sao Luis in Brasilien, das bei der WN-Spendenaktion 2003/2004 mit 40000 Euro bedacht wurde und das 69 Mädchen aus ärmsten Familien, die ein Dasein auf der Straße fristen müssten, betreut. 7000 Euro kamen zudem nach dem Sponsorenlauf des Ratsgymnasiums im Oktober 2004 für das Mädchenhaus zusammen, informierte Hermann Bröcker vom Aktionskomitee. Die Vorsitzende des Vereins, Barbara Hümer, überzeugte sich mit Gerd Grahlmann (Schatzmeister) Ostern 2004 vor Ort vom Fortschreiten des Projekts. Das Haus entwickelt sich sehr positiv. Der Elan der Olper Franziskannerinnen, die sich um die Mädchen kümmern, ist bewundernswert, freute sich Barbara Hümer und erzählte auch von Schwester Bonaventura, die Mittlerin zwischen dem Projekt und der Aktion Kinderhilfe ist.www.aktionkinderhilfe.de Mittwoch, 02. März 2005 - Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)

 

Im Mädchenhaus geht es voran

-kb - Münster. Die WN-Spendenaktion ist ein Segen für das Mädchenhaus der Olper Franziskanerinnen in Sao Luis. Davon konnten sich jetzt Elisabeth Hümer und Gerd Grahlmann vom Verein Aktion Kinderhilfe in Münster informieren. Auf eigene Kosten sahen sie sich in der von der Deutschen Schwester Bonaventura geleiteten Einrichtung um. Rund 40000 Euro hatten die WN-Leser für das Mädchenhaus gespendet, 19385 Euro hiervon wurden bereits nach Brasilien überwiesen. Konkret eingesetzt wurde dieses Geld für vier Investitionen:Ankauf eines Pkw: Das Auto wird einer Sozialarbeiterin den Reihen der Olper Franziskanerinnen zur Verfügung gestellt. Sie benötigt es, um die Eltern der betreuten Straßenkinder aufsuchen zu könnenKauf von Spielgeräten für die MädchenEinrichtung eines MedizinraumesAusbau der vorhandenen Gärtnerei. Sie soll die Verantwortlichen des Mädchenhauses und die Mädchen selbst in die Lage versetzen, Geld zu verdienen. Die ursprüngliche Idee, ein komplettes Internat für 30 verwahrloste Mädchen zu errichten, haben die Franziskanerinnen nach intensiven internen Beratungen wieder verworfen. Der Grund: Die Gefahr sei zu groß, dass sich die Eltern dann komplett aus der Verantwortung zurückziehen würden. Eine Kehrtwende, die Vereinsvorsitzende Elisabeth Hümer sehr begrüßt. Gerade unter dem Aspekt der Effizienz der eingesetzten Spenden sei es sinnvoller, 50 Mädchen eine schulergänzende Betreuung zu gewähren, statt für 30 Mädchen eine Rundumversorgung aufzubauen. Die Baupläne wurden inzwischen den geänderten Zielsetzungen angepasst. Statt der geplanten Schlafräume steht ein großer Mehrzweckraum auf der Wunschliste von Schwester Bonaventura. Die Aktion Kinderhilfe habe zugesichert, so Elisabeth Hümer, dass die Spendenmittel bei Baubeginn abgerufen werden können. Sehr beeindruckt zeigten sich Hümer und Grahlmann von der professionellen Energie, die insbesondere die jungen Ordensfrauen an den Tag gelegt hätten. Wir sind der festen überzeugung, dass sie die Gelder im Sinne der Aktion Kinderhilfe sowie der vielen Spender einsetzen. Freitag, 25. Juni 2004 - Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)

 

Zuhörer ließen sich vom flotten Rhythmus anstecken

-sam - Münster. Südamerikanische Rhythmen, indianische Trommeln, Blas - und Saiteninstrumente und starke Stimmen: Exotische Atmosphäre herrschte beim Benefizkonzert der bolivianischen Musikgruppe Los Masis im Schlossgarten. Tolle Stimmung und begeisterter Beifall begleitete das Konzert, das die Aktion Kinderhilfe Münster gemeinsam mit den Sängern organisiert hatte. Kusirikuna freuen wir uns! Mit dieser indianischen Botschaft hießen die sechs Musiker ihre Gäste willkommen. Denn Gründe zur Freude gab es genügend, wie der Gründer und Leiter von Los Masis, Roberto Sahonero, erläuterte: Das 35-jährige Bestehen von Los Masis, die freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Kinderhilfe und über das eigene kulturelle Erbe, das die Gruppe mit ihrer Musik bewahren und weiterentwickeln möchte. Die Zuschauer ließen sich vom flotten Rhythmus der Musik anstecken. Doch nicht nur Musik erwartete die Besucher: Spezialitäten aus Bolivien, Getränke aus fairem Handel und eine Fotodokumentation der Hilfsprojekte in Bolivien rundeten die Veranstaltung ab. Die Musiker geben durch ihre Musik und den Tanz Einblicke in die indianische und mestizische Kultur Boliviens und Lateinamerikas, erklärt Petra Bröcker, Pressesprecherin der Kinderhilfe. Zum fünften Mal sind Los Masis in Münster. Los Masis entspringen dem Centro Cultural Masis in Sucre, einem Kulturzentrum, wo Kinder und Jugendliche unterrichtet werden. Und diese Arbeit in Bolivien unterstützt auch die Kinderhilfe Münster aktiv. Samstag, 22. Mai 2004 - Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)

 

Mädchen von der Straße geholt

-rot - Münster. Mehr als 40000 Euro haben WN-Leser im Rahmen der Weihnachtsaktion für die Aktion Kinderhilfe gespendet. Mit dem Geld wird die Erweiterung eines Hauses für die Mädchen eines Straßenkinderprojektes im Nordosten Brasiliens finanziert. Um den Geldgebern zu zeigen, wofür ihre Mittel eingesetzt werden, hatte die Kinderhilfe am Samstag im Eingangsbereich der Stadtbücherei eine Ausstellung eröffnet. Aktuelle Fotos zeigten Ausschnitte aus dem Leben und Arbeiten der Mädchen in dem Gebäude der Olper Franziskanerinnen. Texte verdeutlichten die Geschichte der Initiative der Schwester Bonaventura von den Olper Franzikanerinnen und informierten über die verschiedenen Angebote des Hauses. Seit über einem Jahr kümmert sich die Ordensschwester um Mädchen, die auf der Straße gelebt haben. In dem Haus können die jungen Menschen Lesen und Schreiben lernen, ein Handwerk ausüben und Nahrungsmittel anbauen. Wir brauchen mehr Spenden, damit mehr für die Kinder erreicht werden kann, erklärte Petra Bröcker, bei der Kinderhilfe für die öffentlichkeitsarbeit zuständig. Neben der Fotoausstellung hatte sie einen Stand mit Kaffee und anderen Produkten aus dem fairen Handel aufgebaut. Auch damit werden die Menschen in Südamerika unterstützt. Wenn ihre eigene wirtschaftliche Situation besser ist, können sie auch besser für ihre Kinder sorgen, sagt Petra Bröcker. Montag, 16. Februar 2004 - Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)

 

Pressebericht aus Münsters Senioren Zeitung

Engagement für benachteiligte Kinder

Irene Morlo

Kinder haben ein Recht auf Ernährung, soziale Sicherheit, auf Gesundheitsfürsorge und Hygiene, ein Recht auf Bildung und Identität... - sie haben ein Recht auf Leben. So steht es in der Kinderrechts-Konvention der vereinten Nationen. Die Realität sieht vor allem für Kinder in der so genannten Dritten Welt oft anders aus.

Diesen benachteiligten Kindern zu ihren Grundrechten zu verhelfen, macht sich seit 34 Jahren der Verein "eAktion Kinderhilfe Münster  zur Aufgabe. Anfangs wurde infolge des Biafra - und Vietnamkrieges akute Nothilfe geleistet. Heute arbeitet der Verein eng mit Selbsthilfeorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika zusammen. "eZiel ist, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, damit sich die Strukturen in den Ländern verändern , erläutert Hermann Bröker, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Kinderhilfe. Der Verein fördert durch Einmalzahlungen überschaubare Projekte, um deren Start zu ermöglichen, und unterstützt außerdem langfristige Maßnahmen. So erhielt ein Rehazentrum für Straßenkinder in Sucre/Bolivien einen Zuschuss, und in Jamasi/Ghana wurden zwei Klassenräume für hörgeschädigte Kinder gebaut. Zwei von vielen Hilfen, die der Verein in den letzten Jahren erreicht hat.

"eDie Mehrzahl der längerfristig unterstützten Projekte sind durch persönliche Kontakte zustande gekommen , betont Hermann Bröcker. Ansprechpartner, die in den betreffenden Ländern leben und arbeiten, gewährleisten, dass die Geldbeträge gezielt verwendet werden. Darüber hinaus informieren sich Mitglieder der Kinderhilfe auch durch persönliche, privat bezahlte Besuche vor Ort über die geförderten Maßnahmen.

Ermöglicht wird die Arbeit durch rund dreihundert zahlende Mitglieder des Vereins und durch Spenden. Angewiesen ist der Verein aber auch auf tatkräftige Unterstützung, zum Beispiel beim Aufbau von Ausstellungen oder bei den regelmäßig stattfindenden Informations - und Verkaufsständen.

Das "eAktionskomitee , wie sich der Vorstand der Kinderhilfe nennt, besteht zurzeit aus zehn aktiven Mitgliedern. "eWir sind mit dem Verein älter geworden , sagt Hermann Bröcker. "eNachwuchs  sei deshalb willkommen. Gemeint seien damit aber nicht nur junge Menschen.

Erschienen in: MSZ, Münsters Senioren Zeitung, 22 Jahrgang, Nr. 4 / 2002

  

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