Aktion Kinderhilfe Münster e.V.

Terminkalender

Rundbriefe

Oktober 2011
April 2011
Oktober 2010
März 2010
Oktober 2009
März 2009
Oktober 2008
Mai 2008
40 Jahre Kinderhilfe
März 2008
Oktober 2007
März 2006
Oktober 2006

März 2006
Oktober 2005

März 2005
März 2004
Oktober 2003
März 2003

Oktober 2002
März 2002

Öffentlichkeitsarbeit
Presse
Download
Ausstellungswände

Zur Startseite der Aktion Kinderhilfe Münster e.V.

 

AKTION KINDERHILFE MÜNSTER e.V.

Rundbrief März 2003
Aktuelles aus der Vereinsarbeit

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der Aktion Kinderhilfe Münster e.V.

Mit diesem Rundbrief übersenden wir Ihnen wieder den „Verwendungsnachweis“, der Ihnen Auskunft über unsere Einnahmen und Ausgaben im Jahre 2002 gibt.
Im vergangenen Jahr sind zwei unserer langfristigen Unterstützungen beendet worden. Zum einen ist das der Kindergarten in Kimberley in Südafrika und zum anderen die beiden Kinderheime in Ancon bei Lima in Peru.

Der Kindergarten in Kimberley ist vor zwei Jahren aus der Trägerschaft der Kirchengemeinde in die Verantwortung der Eltern übergegangen, die -leider- ihre Aufgaben nicht entsprechend wahrgenommen haben. Zur Zeit ruht der Kindergarten. Pfarrgemeinde, Bischof und Elternschaft beraten, ob er wieder eröffnet werden kann. Das ist offensichtlich nicht nur eine Geldfrage. Aus diesem Grund haben wir unsere Zahlungen eingestellt. Wir haben allerdings signalisiert, falls es zu einer Weiterführung des Kindergartens bzw. einer Vorschule kommt, werden wir -wenn nötig und möglich- wieder dabei sein.

Mit dem 31.12.2002 ist unsere Unterstützung der beiden Heime Ancon 1 und 2 in Lima/Peru ausgelaufen. Die Hiltruper Missionsschwestern, die diese Heime seit ihrer Gründung leiteten, haben sich zurückgezogen. Die peruanische Organisation, die im Anfang beide Heime unterstützte, aber als wir vor Jahren einstiegen kaum Hilfe leisten konnte, ist nun wieder sehr aktiv, vor allem in der Mittelbeschaffung. Deshalb ist dort unsere Unterstüt-

zung nicht mehr dringend notwendig. Unsere „Aktiven“, die 2001 beide Heime besuchten, konnten sich davon überzeugen. Aus diesem Grunde haben wir in 2002 unsere Unterstützung auslaufen lassen.
In 2002 konnten wir neben unseren Dauerunterstützungen wieder mehrere Einzelprojekte fördern, so z.B. in Madras/Indien den Erweiterungsbau eines Krankenhauses in einem Slumgebiet mit 10.488,--€.
Am Stadtrand von Calicut/Indien benötigte eine Schule dringend eine Wasserversorgung für die Kinder. Hier konnten wir mit 1.533,--€ helfen.
Die hauswirtschaftliche Ausbildung junger Mädchen und Frauen in Cochabamba/Bolivien halten wir nach wie vor für sehr wichtig und unterstützen dort 19 junge Mädchen und Frauen mit 2.818,-- €.
Das Straßenkinderprojekt „Qqharikuna“ in Sucre/Bolivien liegt uns nach wie vor sehr am Herzen, weil hier eine wirklich gute Arbeit für die Kinder geleistet wird. Die Leitung des Projektes bemüht sich sehr, finanziell unabhängig zu werden, aber es reicht immer noch nicht, so daß wir hier mit 12.612,77 € eine Finanzierungslücke ausgleichen mußten und konnten.
Eine dringend notwendige Erweiterung eines Speisesaales in einer Stadtrandschule in Sucre/Bolivien haben wir mit 4.013,19 € ermöglicht.
Zum weiteren Ausbau eines Heimes und einer Bildungsstätte für behinderte Kinder in Aiquile/Bolivien gaben wir 7.872,38 €.
Kinder, die keine Geburtsurkunde haben, existieren für den bolivianischen Staat nicht und können weder einen Kindergartenplatz bekommen, noch in der Schule angemeldet werden und auch nicht kostenlos im Krankenhaus behandelt werden. So haben wir die Gebühren für 160 Kinder in Sucre mit 2.622,32 € übernommen.
Unsere Partner in Sao Luis/MA/Brasil bauen ein Haus für Mädchen, die auf der Straße leben. Hier konnten wir mit 5.000,-- € weiterhelfen. Einen weiteren Baukostenzuschuß gaben wir für eine Schule für gehörlose und hörbehinderte Kinder in Santa Rosa/RS/Brasilien. Auch in Tirupati/Indien konnten wir mit einem Baukostenzuschuß von 3.000,-- € einer im Aufbau befindlichen Schule für behinderte Kinder eine Anschubfinanzierung leisten.

Um weiter diese Unterstützungen für die Kinder in der „Dritten Welt“ leisten zu können, damit sie eine bessere Ausgangsbasis, einen besseren Start ins Erwachsenenleben haben, bitten wir Sie heute erneut um Ihre finanzielle Mithilfe. Wir sind sicher, daß Sie uns wieder und weiter unterstützen werden und danken Ihnen schon jetzt für Ihr finanzielles Engagement.

Mit freundlichen Grüßen
Barbara Hümer
Vorsitzende der Aktion Kinderhilfe Münster e. V.

Wir sind umgezogen:

Unsere neue Adresse lautet:

Aktion Kinderhilfe Münster e.V.
Rumphorstweg 71
48147 Münster
Tel./Fax: 0251/ 27 48 04
Email: akh.ms@t-online.de

Von Schubert bis Brahms zu Gunsten
der Aktion Kinderhilfe Münster .eV.

Blumen für das Trio

Bild 1: Blumen für das Trio (Foto: Cilly Heisterborg)

Gut 60 begeisterte Zuhörer folgten einem Benefizkonzert im Pfarrzentrum Hl. Kreuz.
Regine Andres, Gesang, Ragnild Brinkhaus, Klavier und Marc Zieten am Cello erzeugten mit ihrer Kammermusik besinnliche Stimmung zu Allerheiligen. Den Künstlern war die Freude am eigenen Können anzumerken. Neben lang anhaltendem Beifall am Ende des Konzertes war der Erlös von 600 € deutlicher Ausdruck der Zufriedenheit der Zuhörer.

Buchempfehlung

Michel Chossudovsky:
Global Brutal - Der entfesselte Welthandel, die Armut und der Krieg

Michel Chossudovsky macht in diesem Buch eine entschiedene Gegenrechnung zu den Glücksverheißungen einer rein marktrationalen Globalisierung auf. Er kommt in seinen Beispielen aus aller Welt immer zu demselben Schluss:
Die weltweite Handelsfreiheit führt mitnichten zur besten aller Welten, sondern zu Unsicherheit, Armut und Krieg.
Wir empfehlen die Lektüre dieses Buches!
Wer - wie Sie und wir - den Blick auf die armen Kinder unserer Welt richtet, darf die Wirtschaft der Zukunft nicht aus den Augen verlieren.
Das Buch ist im Verlag Zweitausendeins, Ffm erschienen und kostet 12,75€.

Kinderhilfe Münster-Stiftung gegründet

In den Rundbriefen Oktober 2001 und März 2002 wurde über die Vorbereitungen zur Gründung einer Stiftung berichtet. Angesichts der geringer werdenden Gesamteinnahmen sind zusätzliche und stabile Vereinseinnahmen aus einer Stiftung besonders notwendig. Daher wurde bei der Mitgliederversammlung am 21.11.2002 der erforderliche Gründungsbeschluss gefasst. Die Überreichung der Stiftungsurkunde an den Vorstand erfolgte am 14.03.2003 durch den Regierungspräsidenten Dr. Twenhöven und wurde in den Tageszeitungen gebührend gewürdigt.

Doch jetzt fängt die Arbeit erst richtig an: Für Kontakte zu potentiellen Stiftern wären wir unseren Mitgliedern und Spendern sehr dankbar. Sie können uns als Förderer unseres Vereins besonders glaubwürdig und kostengünstig bei der Gewinnung von Zustiftern unterstützten. In Abweichungen von früheren Planungen haben wir den Zustiftungsmindestbetrag auf 2 500 € erhöht, damit keine Konkurrenz zu dem Verein unmittelbar zugewendeten Großspenden entsteht.

Potentielle Zustifter können auch außerhalb des Kreises der Verwandten, Freunde, Kollegen und Bekannten gefunden werden. Warum sollten wir nicht auch einmal die Ärzte, die wir als Patienten aufsuchen, die Firmen, die wir beauftragen, die Filialleiter, bei denen wir einkaufen, auf einen Beitrag zur Stiftung oder eine Förderung des Vereins ansprechen?

Zusätzliches Informationsmaterial können Sie für diesen Zweck bei uns anfordern.

Liebe Mitglieder und Spender, ein solcher Einsatz ist uns ebenso wichtig wie Ihre finanzielle Förderung der Vereinsarbeit. Gerd Grahlmann

Eine Bitte unserer Buchhaltung:
Geben Sie bitte immer Ihre vollständige Anschrift auf dem Überweisungsträger an, damit wir Ihnen die Spendenquittung ordnungsgemäß ausstellen können.
Vielen Dank!!

Mitgliederversammlung 2002

Am 21.11.02 fand turnusgemäß unsere Mitgliederversammlung statt. Hier das Wichtigste in Kürze:
17 Mitglieder und 2 Interessierte waren erschienen. Nach dem Bericht über die in 2000, 2001 und 2002 geleistete Arbeit, insbesondere nach dem Bericht des Schatzmeisters erfolgte eine kurze Aussprache. Danach wurden die Vorsitzende und der Schatzmeister einzeln, sowie der Vorstand und das Aktionskomitee entlastet. Frau Hümer wurde erneut zur Vorsitzenden gewählt, ebenso wurde das bisherige Aktionskomitee erneut bestätigt, das dann in seiner ersten Sitzung den Vorstand wählte und zwar:
Herrn Heinrich Fischer als stellvertretender Vorsitzender, Herrn Gerd Grahlmann als Schatzmeister, Frau Ingrid Demming als Schriftführerin und Frau Petra Bröcker als Pressesprecherin.
Die vom Vorstand der Mitgliederversammlung vorgeschlagene Einrichtung einer Stiftung wurde nach kurzer Diskussion mit 15 JA-Stimmen und 2 Enthaltungen angenommen.

Der wiedergewählte Vorstand

Bild 2: Der wiedergewählte Vorstand
von links: Heinrich Fischer, Petra Bröcker, Barbara Hümer,
Gerd Grahlmann, Ingrid Demming (Foto: Grahlmann)

Musikgruppe Canto Sur aus Bolivien gastiert im Mai 2003 in Münster

Die sozial engagierte Musikgruppe „Canto Sur“ aus Sucre, Bolivien, konzertiert am 21. Mai 2003 um 18.00 Uhr im Schloßgarten zu Münster. Die Aktion Kinderhilfe Münster hat die Gruppe eingeladen und hofft natürlich auf reges Interesse bei der Bevölkerung.

Kinder in der Werkstatt von Canto Sur

Bild 3: Kinder in der Werkstatt von Canto Sur (Foto: Canto Sur)

Vicente Vargas, der Leiter der Gruppe „Canto Sur“ schreibt über die „soziokulturelle Situation“ in Bolivien:
„In den vergangenen Jahren gab es in Bolivien sozialpolitische Ereignisse mit enormen Auswirkungen: u.a. durch Umbau und Privatisierung der Wirtschaft im Bergbau, der Ölproduktion, des Verkehrswesens, steigende Arbeitslosigkeit mit starker Migration in die städtischen Zentren und vom Hochland ins Tiefland. Das betrifft die ohnehin am Existenzminimum lebende Landbevölkerung am stärksten. So findet auch in der Stadt Sucre ein ständiger Zuzug statt, der zu immer neuen Ansiedlungen am Stadtrand, den sogenannten barrios (Elendsviertel) führt. Bei der Suche nach einem vermeintlich besseren Leben können die Landbewohner (campesinos) ohne ausreichende Erziehung und Bildung, ohne Beruf, mit der städtischen Bevölkerung nicht konkurrieren. Ganze Familien werden dadurch sozial entwurzelt. Alle Mitglieder müssen zum Lebensunterhalt beitragen, die Kinder vom frühen Alter an durch Schuhputzen, Autowaschen, Zeitungen verkaufen oder Weiterverkauf anderer Produkte (Getränke, Süßigkeiten...). Die Not um die Existenz und die Illusion eines vermeintlich erträglicheren Lebens in der Stadt endet für die meisten in der immer größer werdenden Gruppe der Armen. Der Kulturschock Land-Stadt bedeutet nicht zuletzt den Verlust auch der kulturellen Identität. Das betrifft wiederum Kinder und Jugendliche am schlimmsten, die ohne Orientierung und Motivation leicht Opfer von Alkoholismus, Kriminalität und Drogen werden.

Die Musikwerkstatt „Canto Sur“ (im barrio gelegen) möchte mit ihrem Angebot diese Kinder und Jugendlichen erreichen und mit ihrem Programm eine Alternative, Perspektive und Stärkung der kulturellen Identität anbieten: Instrumentalunterricht, Herstellen von Instrumenten, und durch Musik und Tanzgruppen zu einer aktiven Gestaltung des Lebens in den Vorstädten beitragen.
In der Musikwerkstatt lernen, üben und feiern zur Zeit an die 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Panflöte und Charango: ein Kampf gegen die Armut, eine Stärkung des Selbstwertgefühls und eine Hoffnung für eine bessere Zukunft...Viele Menschen erreicht „Canto Sur“ über die Musik in ihrer bolivianischen Heimat.“

Bleibt zu wünschen, dass ihr Auftritt in Münster auch bei uns viele Menschen erreicht...

 

[ Seitenanfang ]

Aktion Kinderhilfe Münster e.V. - Rumphorstweg 71, - 48147 Münster
Telefon / Fax (02 51) 27 48 04, - E-Mail: akh.ms@t-online.de
Bürozeiten: nur dienstags von 16.oo bis 18.oo Uhr