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AKTION KINDERHILFE MÜNSTER e.V.Rundbrief März 2009
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Mit freundlichen Grüßen
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Vorsitzende der Aktion Kinderhilfe Münster e. V
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Eine Buchbesprechung

Mauretanien ist ein Wüstenstaat der Westsahara, in dem eines der Projekte der Aktion Kinderhilfe Münster angesiedelt ist.
Das Land ist fast doppelt so groß wie Deutschland und wird auch heute noch weitgehend von Nomaden mit ihren Vieherden durchzogen.
Es kommen jedoch viele Menschen z.B. nach Naturkatastrophen oder Wassermangel in die wenigen Städte und Dörfer. Besonders die Kinder sind unterernährt. Sie werden vom Leben in der Großfamilie ihres Nomadenstammes abgeschnitten und müssen das Leben in den Städten erst erlernen.
Dazu gibt es u.a. die Organisation CREN, die für Ernährung, Schul- und Ausbildung der Eltern und ihrer Kinder sorgt.
Hier leistet auch die Aktion Kinderhilfe Münster e.V. ihren Beitrag.
Bischof Happe, Sendenhorst hat bei seinem Besuch im August 2008 eingehend über die örtlichen Verhältnisse berichtet und um einen Beitrag gebeten.
Um dieses Land besser verstehen zu können empfiehlt sich das Buch von Odette Puigaudeau: „Barfuß durch Mauretanien“ erschienen als deutsche Erstausgabe August 2006 im Frederking &Thaler Verlag , München.
Die Französin Odette Puigaudeau ist Reiseschriftstellerin.
Mit fast 49 Jahren bricht sie 1934 mit ihrer Freundin Marion Senones auf einem Krabbenfischkutter nach Mauretanien auf, in einer Zeit, in der es keineswegs selbstverständlich war, ohne männliche Beratung zu reisen.
Sie wagen sich zu Fuß und auf schwankenden Kamelrücken auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise über fast 3000 km in 8 Monaten in eine ihnen unbekannte Welt, in die selbst die Soldaten der Kolonialmacht Frankreich kaum zu patrouillieren wagen.
Sie müssen Überfälle, Sandstürme, Fieber, ausgetrocknete Brunnen überstehen.
Wohin sie jedoch auch kommen, sie werden oft als Ehrengäste behandelt, dürfen an den traditionellen Festen teilnehmen und den Alltag der Nomaden miterleben.
Im Laufe der Reise wandelt sich das Abenteuer der neuen Eindrücke in das Verstehen und Eintauchen in die fremde Welt der Nomaden.
Odette Puigaudeau unternimmt weitere Reisen und Expeditionen in Nordafrika, verfasst Bücher und bleibt nach mehr oder weniger langen Aufenthalten in Frankreich ihrer neuen Heimat treu.
Sie stirbt im Alter von 97 Jahren in Marokko, nahe ihrer geliebten Wüste.
Schatzmeister Gerd Grahlmann

Gerd Grahlmann wurde 1983 als Schatzmeister in den Vorstand der Aktion Kinderhilfe gewählt. Jetzt hat er dies Amt und das Amt des Stiftungsschatzmeisters in neue Hände gelegt.
25 Jahre lang hat die Mitgliederver-sammlung ihm das volle Vertrauen ge-schenkt. Wir als Aktionskomitee haben sein Engagement hautnah miterlebt und wir sagen:
„Danke Gerd für deinen unermüdlichen Einsatz"
Gerd Grahlmann wird weiterhin im Aktionskomitee der Aktion Kinderhilfe tätig sein.
Am 4.Dezember 2008 hat das Aktionskomitee auf Wunsch des langjährigen Schatzmeisters G. Grahlmann einstimmig einen Nachfolger gewählt, und zwar Rüdiger Winter aus Havixbeck.
Dies gibt Anlass, die wesentlichen Bestimmungsgründe der Entwicklung der Finanzgrundlagen der Kinderhilfe kurz darzulegen.
Dass in den 40 Jahren der Existenz des Vereins insgesamt ca. 5 Mio. € Unterstützungszahlungen an unsere örtlichen Kinderhilfe-Partner mit minimalen Verwaltungskosten weitergeleitet wurden, ist nur eine ab-strakte Zahl. Entscheidend ist der Selbsthilfezweck, der größtenteils in der Förderung der Schulbildung von Kindern und der Berufsbildung von Jugendlichen liegt.
Nach der Vereinsgründung waren in den siebziger Jahren die schwankenden Einnahmen aus Spontan-Spenden niedriger als die aus stetigen Mitgliederbeiträgen.
Von daher war es vertretbar, dass die damals stark steigenden Gesamteinnahmen größtenteils zur Finanzierung weiterer längerfristiger Vorhaben verwendet wurden, zu deren Weiterzahlung wir uns verpflichtet fühlen.
Seit den achtziger Jahren wurden wegen der Stagnation des Spendenaufkommens, insbesondere aber wegen der erheblichen jährlichen Schwankungen, kaum neue langfristige Verpflichtungen übernommen. Dies war die wichtigste strategische Aufgabe des damals neu gewählten Schatzmeisters. Im Jahre 1985 reichten die Gesamteinnahmen kaum aus, um die langjährigen moralischen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen!
Es ergab sich die Notwendigkeit, Einnahmenüberschüsse für befristete und zumeist investive Selbsthilfeprojekte zu verwenden, um die Ursachen der alltäglichen, oft strukturell bedingten Not zu vermindern.
In den neunziger Jahren stabilisierten sich die jährlichen Spendeneinnahmen auf ca. 80.000 € etwa in der doppelten Höhe der Mitgliederbeiträge (ca.45.000 €).
Trotz der guten Gesamt-Finanzlage wurden keine neuen mehrjährigen Verpflichtungen übernommen, sondern nur projektbezogene einjährige Hilfen im Umfeld unserer langjährigen Partner gewährt. Diese jährlichen
Hilfen umfassten im Mittel ca. 50.000 €, die jährlichen Zahlungen für längerfristige Vorhaben ca. 100.000 €.
Seit der Jahrtausendwende stagnierten die Gesamteinnahmen auf deutlich niedrigerem Niveau (ca. 130.000 €) im Vergleich zum vorigen Jahrzehnt (ca. 150.000 €). Diese Mindereinnahmen führten nur zu einer Senkung unserer Zahlungen für einzeln beantragte investive Förderungen, langjährige Förderungen brauchten nicht gekürzt zu werden.
Viele unserer Spender unterstützen unsere Hilfen schon seit etlichen Jahren, ohne durch eine Mitgliedschaftserklärung auch die entsprechenden Rechte zu erlangen und obwohl damit keinerlei Mehrverpflichtung in Höhe und Dauer der Spenden eingegangen würde. Das halbjährliche Rundschreiben informiert auch sie über unsere gute Arbeit, so dass sie als überzeugte Spender uns treu bleiben. Mit geringen Informations-kosten sichern wir so ein kontinuierlich fließendes Spenden- und Mitgliederbeitragsvolumen, das jedoch in den letzten Jahren geringfügig abnimmt. Einzelne Großspenden hellen dieses Bild etwas auf, sind aber nicht so sicher wie viele Kleinspenden gleicher Gesamthöhe (vgl. unten).
Die Spendenbereitschaft unserer Förderer aus Münster und Münsterland hängt von der objektiven und subjektiven Kaufkraftentwicklung der Durchschnittsbevölkerung ab.
Der früher für unseren Spendeneingang kurzfristig stark nachteilige Einfluss von Hungerkatastrophen mit überstarker Medienpräsenz großer Hilfswerke ist im letzten Jahrzehnt kaum von Bedeutung. Die erfreulich starke Spendenbereitschaft für Osteuropa ab 1990 und für die Oderflut- und Tsunami-Opfer konkurrierte nicht mit der klassischen „Dritte-Welt“-Motivation und hatte für uns keine Spendennachteile.
Seit dem Jahr 2003 zeigt sich, dass wir durch die Gründung der „Kinderhilfe Münster-Stiftung“ unsere Abhängigkeit von Spontanspenden verringert haben.
Dies dient nicht nur den langfristigen Unterstützungen, sondern ebenso der mittelfristigen Vorbereitung und Durchführung befristeter investiver Selbsthilfeprojekte.
Für die Stiftung hat der Verein das Gründungsmindestkapital von 50.000,00 € beigesteuert. Mit Zustiftungen und erzielten Renditen beträgt das Stiftungskapital incl. Rückstellungen für Vereinszwecke jetzt ca. 140.000 €. Der zulässige 1/3-Aktienanteil konnte 2007/08 rechtzeitig veräußert werden.
Jährlich wurden und werden derzeit ca. 7.000 € ausgeschüttet.
Die für eine kontinuierliche Selbsthilfeförderung notwendigen und von der Finanzverwaltung zulässigen Vermögensreserven in Verein und Stiftung sind vorhanden und in hinreichend sicherer und nachhaltig rentierlicher Form angelegt. Von daher sind wir weiterhin ein verlässlicher Förderer unserer Vor-Ort-Helfer in Afrika, Asien und Lateinamerika, wenn wir ein Stabil-Halten oder gar Steigern der Mitgliederzahlen und Spendensummen schaffen.

von Father Zacharias
Die Aktion Kinderhilfe Münster e.V. unterstützt seit vielen Jahren die Arbeit von Father Zacharias in Indien. Zuletzt wurde der Neubau einer Schule im Staat Andra Pradesh, einem der ärmsten Gebiete Indiens gefördert. Nun erreicht uns folgende Mail aus Indien, die wir zu ihrer Information abdrucken:
„Sie haben sicher schon von der Christenverfolgung in Indien gehört. Die Hindureligion ist immer eine freundliche Religion gewesen. Aber die Politiker machen neuerdings alles kaputt. Die BJP Partei will das Kastensystem wieder einführen. Sie predigen Nazi-Faschismus. Für sie ist Indien das Land der Hindus. Alle Andersgläubigen sind Feinde und dürfen deshalb kein Land besitzen. Sie sollen sich der Hindureligion anschließen oder Indien verlassen. Eigentlich wird diese Meinung von sehr wenigen Leuten geteilt. Durch Lüge und falsche Propaganda gelangen solche Politiker jedoch in vielen Bundesstaaten an die Macht. Gott sei Dank ist die Zentralregierung gut. Wenn die BJP die nächste Wahl gewinnt, werden die Christen in Indien erst richtig verfolgt. In den Gebieten, in denen wir arbeiten, mögen uns die Armen, gerade wegen unserer Arbeit und haben uns bis jetzt in Schutz genommen.“
Der Gewinnung neuer Zustifter außerhalb unserer Kinderhilfe-Kreise dient der Stiftungsflyer. Im Kreis Ihrer Verwandten, Freunde, Bekannten und Kollegen gibt es hoffentlich jemanden, der die Ziele des Vereins nicht über mehrere kleine Spenden an den Verein, sondern (auch) mit einer etwas größeren einmaligen Zustiftung an die Stiftung fördern möchte.
Diese Zustiftung verbleibt rentierlich im Stiftungsvermögen und fördert so die Kinderhilfe langfristiger. Der Flyer informiert auch über steuerliche „Spendenrückerstattungen“.
von: Barbara Hümer, Vorsitzende
Im vergangenen Jahr habe ich unsere drei mehrjährigen Vorhaben in Brasilien besucht. (natürlich auf eigene Kosten)
Im „Mädchenhaus“ in Sao Luis haben inzwischen 225 Mädchen zwischen 7 und 16 Jahren eine tägliche Zufluchtsstätte gefunden. Sie gehen regelmäßig zur Schule. Sie werden in den unterschiedlichsten Fähigkeiten weitergebildet. Aber auch die Freizeit und das Spielen kommen nicht zu kurz. Die Fröhlichkeit der Kinder zu sehen und mitzuerleben spornt mich immer wieder an, hier weiter zu arbeiten.
Das gleiche gilt aber auch für die Schule auf der Ilha do Governador in der Bucht von Rio de Janeiro. 500 Kinder aus den umliegenden Elendsvierteln besuchen die Grundschule. Besonders erfreulich ist, dass die Eltern sehr daran interessiert sind, ihre Kinder in dieser Schule anzumelden und auch regelmäßig zur Schule zu schicken. So haben diese Kinder bessere Lebenschancen
Auch der Kindergarten mit sogenannter Vorschule in Cocotá, liegt ebenfalls auf der Ilha do Governador. 50 Kinder werden hier in zwei Gruppen betreut und auf die Schule vorbereitet, dass sie in die 2. Klasse der Schule eingeschult werden können. Zusätzlich be-kommen 70 bis 80 Kinder täglich eine warme Suppe, oft die einzige Mahlzeit am Tag. Sie alle haben sicher schon Berichte und Bilder über das Leben in den Favellas gesehen. Durch den Schulbesuch, besonders aber durch die damit verbundene Erziehung, haben diese Kinder eine wirkliche Chance für ein besseres Leben.
Am Freitag den 28. November 2008 um 19.oo Uhr fand turnusgemäß unsere Mitgliederversammlung im Gemeindezentrum Hl. Kreuz in Münster statt. Hier das Wichtigste in Kürze:
22 Mitglieder und zahlreiche Gäste waren erschienen. Nach dem Bericht der Vorsitzenden und des Schatzmeisters über die in 2006 und 2007 geleistete Arbeit, erfolgte eine kurze Aussprache.

Danach wurden die Vorsitzende und der Schatzmeister einzeln, sowie der Vorstand und das Aktionskomitee jeweils gemeinschaftlich entlastet. Frau Hümer wurde erneut zur Vorsitzenden gewählt. In das neue Aktionskomitee wurden folgende Personen gewählt:

v.l. sitzend: Frau Cilly Heisterborg, Frau Barbara Hümer, Herr Heinrich Fischer, Frau Erika Brambrink.
Dahinter stehend v.l.: Frau Maria Kupinska, Herr Gerd Grahlmann, Frau Ingrid Demming, Frau Ingrid Fürstenberg,
Frau Petra Bröcker, Herr Herbert Kordy, Herr Rüdiger Winter, Herr Klaus Beckers, Herr Friedhelm Jungmann, Herr Hermann Bröcker.
In seiner ersten Sitzung der neuen Wahlperiode wählte das Aktionskomitee den Vorstand, und zwar:
Herrn Heinrich Fischer als stellvertretenden Vorsitzenden,
Herrn Rüdiger Winter als Schatzmeister,
Frau Ingrid Demming als Schriftführerin,
Frau Petra Bröcker als Pressesprecherin und
Herrn Friedhelm Jungmann als Internetbeauftragten
Der neugewählte Vorstand der Aktion Kinderhilfe Münster e.V.


Zentraler Punkt der Mitgliederversammlung war ein Vortrag des Mitarbeiters der Caritas NRW/Münster
Georg Bienemann aus Sendenhorst über das hochinteressante Thema:

„Frauenpower in Mauretanien“
Lesen Sie dazu auch die Buchbesprechung
„Barfuß durch Mauretanien“
Eine Bitte unserer Buchhaltung: Geben Sie bitte immer Ihre vollständige Anschrift auf dem Überweisungsträger an, damit wir Ihnen die Spendenquittung ordnungsgemäß ausstellen können. Wenn Sie umziehen, sollten Sie uns Ihre neue Anschrift auch mitteilen. Vielen Dank!!
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