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AKTION KINDERHILFE MÜNSTER e.V.Rundbrief Oktober 2006
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Mit freundlichen Grüßen
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Vorsitzende der Aktion Kinderhilfe Münster
e. V
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Hilfe für Aidswaisen in Sambia Sambia
Der Reiseführer verspricht den spektakulärsten Grenzübergang der Welt,
eine 111 Meter hohe Brücke führt über den Sambesi, links donnern die mächtigen
Viktoriafälle hinunter und rechts wagen Touristen einen Bungeesprung......
Die 1 Millionen Aidswaisen erwähnt der Reisebericht nicht. Annie,
gebürtig in Sambia und unsere Vertrauensfrau vor Ort, weiß, wie die Kinder
der an Aids erkrankten Eltern leiden und welche Hilfe sie benötigen, wenn
sie allein zurückbleiben. Sie brauchen Liebe und Zuwendung, nachdem sie
den Tod ihrer El-tern mit ansehen mussten. Sie brauchen ein Zuhause, eine
Ausbildung und medizinische Versorgung, denn viele von den Aidswaisen
sind selbst HIV positiv.
All das bietet "Limulunga" eine Initiative in dem gleichnamigen Dorf,
die von Annie und ihrem deutschen Ehemann ins Leben gerufen wurde und
die von der Aktion Kinderhilfe Münster e.V. jetzt für 3 Jahre finanziell
unterstützt wird. Und so sieht die Hilfe konkret aus: 2005 wurden in viel
Eigenarbeit Häuser im Dorf errichtet, in dem Kinder und ältere Menschen
wohnen können und von einer Hausmutter betreut werden. 2006 stellte die
Aktion Kinderhilfe Münster 3600 Euro für den Bau eines weiteren Hauses
zur Verfügung. So werden für die Kinder familienähnliche Strukturen geschaffen,
in denen sie in Frieden aufwachsen können. Im Mai 2006 sind nun Charity,
Emelda, Lucy, Rebekka, Sasa und Violet eingezogen. Sie haben keine Familienangehörigen
mehr und obwohl alle Dorfbewohner Waisen in ihre Familien auf-nehmen,
konnten sie doch nirgends mehr unterschlüpfen, die Belastung wurde für
solche Familien zu groß. 1.620 Euro überwiesen wir 2006 für den Unterhalt
der Kinder. Jetzt schauen die Kinder in eine bessere Zukunft. Sie werden
zur Schule geschickt und in alle Dinge des täglichen Lebens einbezogen
wie in jedem Elternhaus. Sie lernen, auch alte Menschen mitzuversorgen,
diese wiederum vermitteln ihnen Traditionen und Bräuche und erzählen ihnen
Geschichten. Sie erlernen kunsthandwerkliche Fertigkeiten sowie den Anbau
von Gemüse im eigenen Garten, ein ganzheitlicher Ansatz, der alle Aspekte
des Aufwachsens von Kindern bedenkt. Wir wünschen dem Projekt einen guten
Verlauf und erhoffen uns, dass wir mit Hilfe unserer Spender weiterhin
diese großartige Initiative stützen können.
Mitglieder des Aktionskomitees besuchen Indien
Im November 2006 wird eine kleine Reisegruppe der Aktion Kinderhilfe Münster nach Indien fahren. Die private Reise bietet auch Gelegenheit, die von der Aktion Kinderhilfe geförderten Maßnahmen in Andheri (Helpers of Mary), Patna (Schulzentrum für Mädchen und Jungen), Shimoga (Gummibaumplantage für ein Kinderheim) sowie auf Sri Lanka (Zentrum für soziale Arbeit) zu besuchen. Auf der Mitgliederversammlung im Dezember wird es dann einen sicher informativen Erfahrungsbe-richt geben.

v.l.: Hermann Bröcker, Barbara Hümer, Gerd Grahlmann
H. Bröcker
Impressionen von einer Burundireise im Januar 2006 (2)
Auf eigene Kosten machten sich im Januar2006 Doris und Heinrich Fischer von der Aktion Kinderhilfe auf den Weg, um die Republik Burundi - sie gehört zu den kleinsten Ländern Afrikas und zu den ärmsten Staaten der Welt - zu besuchen. Burundi ist ein vom ca. zehnjährigen Bürgerkrieg gebeuteltes Land. Der Krieg hat fast zum völligen wirtschaftlichen Niedergang geführt. über 50 Prozent der Menschen leben hier unter der Armutsgrenze. Anders als das Nachbarland Ruanda erhält Burundi derzeit kaum internationale Hilfe, obwohl die Probleme fast identisch sind: Hunger, Arbeitslosigkeit, Malaria und als Folgen der Gewalt, Flucht und Vertreibung, große Angstzustände und viele, viele Kriegs- und Aidswaisen. Also ein Fass ohne Boden!? Nein, denn die Menschen haben Hoffnung. Sie wollen ihr Land wieder aufbauen. Wie im März-Rundbrief angekündigt, folgt hier nun ein Auszug aus dem Reisebericht von Doris Fischer, der sich mit dem Pygmäenprojekt von Care-International beschäftigt. " &Heute Nachmittag können wir doch noch das Pygmäenprojekt besichtigen. Gegen 15.45 Uhr fährt ein Geländeauto von CARE in den Hof. Domitien (unser Gast-geber), ein Fahrer und ein Mitarbeiter von CARE, der für Umweltprojekte zuständig ist und sich ebenfalls mit den Pygmäen auskennt, sind schon im Auto. Wir klettern hoch in den Wagen, und los geht es. Schnell wird uns klar, dass man auch diese Strecke nicht gut mit einem normalen Auto bewältigen kann." Care-International hat dieses Pygmäenprojekt eingeleitet, ihnen Land vom Staat zur Verfügung gestellt, um eine Gruppe bei dem Versuch, sesshaft zu werden, zu unterstützen.
"Die Pygmäen haben bisher mehr oder weniger als Nomaden gelebt, von der
Jagd und der Töpferei. Doch davon können sie inzwischen ihren Le-bensunterhalt
nicht mehr bestreiten. Es gibt nicht mehr viel zu jagen, und die Töpferwaren
können sie kaum noch verkaufen. So hat man ihnen ein größeres Areal zur
Verfügung gestellt. Dort haben sie Parzellen, die sie bewirtschaften können.
Man hat ihnen beigebracht, wie sie sich kleine Hütten bauen können. Das
Material wurde gestellt. Es sind so 82 kleine Häuschen aus Steinen mit
Wellblechdächern entstanden. Ein Sprecher der Pygmäen erklärt uns, wie
es früher war, und dass sie jetzt mit ihrer Situation besser zufrieden
sind. Einige haben inzwischen gelernt, mit Holz zu arbeiten, um sich so
etwas zu verdienen. Er redet sehr flüssig, ohne Scheu. Domitien muss fleißig
übersetzen. Wir dürfen auch in die Hütte des Chefs eintreten. Ich muss
mich bücken, alle lachen. Es gibt nicht viel zu sehen, nur ein paar Säcke,
wahrscheinlich Vorräte, es ist ziemlich dunkel drinnen. Die Pygmäen, die
übrigens nicht alle so klein sind, wie es immer wieder in Büchern beschrieben
wird, sind hoch erfreut darüber, dass wir ihre Hütte betreten haben und
keine Berührungsängste hatten. Wie viele Menschen hier leben, lässt sich
nicht genau sagen. Bisher weigern sie sich, offiziell zu heiraten und
ihre Kinder anzumelden. Sie würden gern Hochzeit feiern, sagen sie, doch
dazu brauchten sie u. a. bessere Kleidung. Eigentlich haben sie Recht.
Eine Hochzeit ist ein Fest, und dazu gehört angemessenes Essen, Trinken
und festliche Kleidung. Sie besitzen sicherlich nur das, was sie anhaben,
und das ist stellenweise sehr ärmlich, schmutzig und kaputt. Viele Kinder
tragen Lumpen, einigen läuft die Nase, um die Augen herum haben sie angetrockneten
Dreck, viele stinken. Wie ist es mit dem Schulbesuch, frage ich. Ja, einige
wenige gehen schon zur Schule, antworten sie. Sie wissen, dass es heute
sehr wichtig ist, lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Sie müssen den
weiten beschwerlichen Weg bis in die "Stadt" Ngozi gehen, eine näher gelegene
Schule gibt es nicht. Doch das sei kein Problem meint Domitien, weite
Wege sei man hier gewöhnt. Aber auch in diesem Falle fehlt es an ordentlicher
Kleidung und wohl auch an dem Geld, ein Heft oder einen Bleistift kaufen
zu können. Bescheiden drücken sie ihren Wunsch oder ihre Hoffnung aus,
dass wir gekommen sind, um ihnen zu helfen. Wir erklären, wir würden in
einer Hilfsorganisation arbeiten, könnten jetzt sofort nichts entscheiden,
würden aber nach unserer Rückkehr mit der Gruppe sprechen und überlegen,
was zu tun sei. Da es jeden Moment droht, wieder zu regnen, schon zum
dritten Mal heute, verabschieden wir uns. Sie reichen uns alle zum Abschied
die Hand. Freundliche, aufgeschlossene Menschen. Das scheint ein sinnvolles
Projekt zu sein, was CARE hier realisiert hat. Im April oder Mai 2006
läuft diese Hilfsmaßnahme aus. Wir überlegen, ob hier von Seiten der Kinderhilfe
etwas getan werden kann. Wir werden das Anliegen den Verantwortlichen
in Münster vortragen &" Die AKH wird in ihren nächsten Sitzungen prüfen,
wie sie Kindern in die-sem Land helfen kann.
Vereinsjubiläum Die Aktion Kinderhilfe Münster e.V. besteht im Jahre 2008 40 Jahre. Jahre, in denen wir helfen konnten, zu wenig, um wirklich zu verbessern, aber so viel, dass wir vielen Kindern zu einem glücklicheren Leben verhelfen konnten. Deshalb möchten wir uns auch ein wenig feiern. Dies soll in Form eines Jubiläumstages am 31. Mai 2008 im Franz Hitze Haus in Münster stattfinden. über das Programm werden wir rechtzeitig informieren. Alle Mitglieder und Freunde sollten sich den Termin schon vormerken.
Impressionen vom Weltkindertag 2006 in Münster
Wie in den vergangenen Jahren, so war die Aktion Kinderhilfe Münster e.V. auch 2006 wieder aktiv mit einem Programm für die Kinder dabei!

Schulbauten in Afghanistan:
Die neue Grundschule für Mädchen (und einige Jungen) in Haidar vom Sturm reichlich verweht. Unterrichtet wird daher nicht im, sondern auf dem Zelt. Die Mädchenschule in Malaspa (Pandjirtal), rechts der Toilettenanbau. Um die Raumnot zu beheben, wird ein Neubau mit 3-4 Klassenräumen errichtet werden

Eine Bitte unserer Buchhaltung: Geben Sie bitte immer Ihre vollständige Anschrift auf dem überweisungsträger an, damit wir Ihnen die Spendenquittung ordnungsgemäß ausstellen können. Wenn Sie umziehen, sollten Sie uns Ihre neue Anschrift auch mitteilen. Vielen Dank!!
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Aktion Kinderhilfe Münster e.V. - Rumphorstweg 71, - 48147 Münster
Telefon / Fax (02 51) 27 48 04, - E-Mail: akh.ms@t-online.de
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