Aktion Kinderhilfe Münster e.V.

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AKTION KINDERHILFE MÜNSTER e.V.

Rundbrief Oktober 2006
Aktuelles aus der Vereinsarbeit

Wir laden Sie ganz herzlich ein zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am

Donnerstag, den 07.Dezember 2006 um 19.oo Uhr im Pfarrzentrum Hl. Kreuz Maximilianstraße 59 in Münster

Im Anschluss an die üblichen Regularien, wie Rechenschaftsbericht, Ausblick, Bilanzen, Entlastung, Wahlen, Satzungsänderung, berichten drei Mitglieder von ihrer Indienreise. Wir laden Sie, Ihre Freunde und Interessierte ganz herzlich ein. Es wäre schön, wenn wir zu viele Besucher begrüßen könnten.

 

AKTION KINDERHILFE MüNSTER e.V.

Rundbrief Oktober 2006
Aktuelles aus der Vereinsarbeit

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der Aktion Kinderhilfe Münster e.V.

"Man muss sie sehen in den Städten, die arme Welt: Kinder, Frauen und manchmal auch Männer, dort vor den Schutthalden, wo die Müllautos den Abfall ausleeren. Sind sie Lumpensammler? Sie suchen nach Essbarem, selbst wenn es verdorben ist. Sie suchen, was, gerecht verteilt, für alle gereicht hätte"

Dom Helder Camara

Dom Helder ist vor vielen Jahren verstorben (1999) und wir fragen: "Was hat sich seither geändert bzw. verbessert?" Wir haben in den vergangenen drei Jahrzehnten dafür gesorgt, dass 180 Kinder wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag erhalten konnten (siehe unsere Unterstützungen in Rio de Janeiro) oder ca. 300 Kinder erst einen regelmäßigen Schulbesuch erhielten (siehe unsere Unterstützungen in Sao Luis/Brasilien, Patna, Andheri und Raipur/Indien) oder gar erst überleben konnten (siehe Säuglingsstation in Poconas/Sucre/Bolivien). Wir konnten aber auch investive Maßnahmen finanzieren, z.B. den Erweiterungsbau einer Kinderkrankenstation in einem Armenviertel in Chennai/Indien oder den Bau eines Waisenhauses inklusive einer Gummibaumplantage, um das Heim unabhängiger von Spenden zu machen, und vieles andere mehr. Wir möchten diese Arbeit weitermachen, weil sie nach wie vor dringend notwendig ist. Aber das ist nur mit Ihrer finanziellen Unterstützung möglich. Deswegen bitten wir Sie heute erneut um Ihre Spende. Schon jetzt danken wir Ihnen sehr für ihr "Mitmachen".

Mit freundlichen Grüßen
B.Hümer
Vorsitzende der Aktion Kinderhilfe Münster e. V

Hilfe für Aidswaisen in Sambia Sambia

Der Reiseführer verspricht den spektakulärsten Grenzübergang der Welt, eine 111 Meter hohe Brücke führt über den Sambesi, links donnern die mächtigen Viktoriafälle hinunter und rechts wagen Touristen einen Bungeesprung...... Die 1 Millionen Aidswaisen erwähnt der Reisebericht nicht. Annie, gebürtig in Sambia und unsere Vertrauensfrau vor Ort, weiß, wie die Kinder der an Aids erkrankten Eltern leiden und welche Hilfe sie benötigen, wenn sie allein zurückbleiben. Sie brauchen Liebe und Zuwendung, nachdem sie den Tod ihrer El-tern mit ansehen mussten. Sie brauchen ein Zuhause, eine Ausbildung und medizinische Versorgung, denn viele von den Aidswaisen sind selbst HIV positiv. All das bietet "Limulunga" eine Initiative in dem gleichnamigen Dorf, die von Annie und ihrem deutschen Ehemann ins Leben gerufen wurde und die von der Aktion Kinderhilfe Münster e.V. jetzt für 3 Jahre finanziell unterstützt wird. Und so sieht die Hilfe konkret aus: 2005 wurden in viel Eigenarbeit Häuser im Dorf errichtet, in dem Kinder und ältere Menschen wohnen können und von einer Hausmutter betreut werden. 2006 stellte die Aktion Kinderhilfe Münster 3600 Euro für den Bau eines weiteren Hauses zur Verfügung. So werden für die Kinder familienähnliche Strukturen geschaffen, in denen sie in Frieden aufwachsen können. Im Mai 2006 sind nun Charity, Emelda, Lucy, Rebekka, Sasa und Violet eingezogen. Sie haben keine Familienangehörigen mehr und obwohl alle Dorfbewohner Waisen in ihre Familien auf-nehmen, konnten sie doch nirgends mehr unterschlüpfen, die Belastung wurde für solche Familien zu groß. 1.620 Euro überwiesen wir 2006 für den Unterhalt der Kinder. Jetzt schauen die Kinder in eine bessere Zukunft. Sie werden zur Schule geschickt und in alle Dinge des täglichen Lebens einbezogen wie in jedem Elternhaus. Sie lernen, auch alte Menschen mitzuversorgen, diese wiederum vermitteln ihnen Traditionen und Bräuche und erzählen ihnen Geschichten. Sie erlernen kunsthandwerkliche Fertigkeiten sowie den Anbau von Gemüse im eigenen Garten, ein ganzheitlicher Ansatz, der alle Aspekte des Aufwachsens von Kindern bedenkt. Wir wünschen dem Projekt einen guten Verlauf und erhoffen uns, dass wir mit Hilfe unserer Spender weiterhin diese großartige Initiative stützen können.

 

Mitglieder des Aktionskomitees besuchen Indien

Im November 2006 wird eine kleine Reisegruppe der Aktion Kinderhilfe Münster nach Indien fahren. Die private Reise bietet auch Gelegenheit, die von der Aktion Kinderhilfe geförderten Maßnahmen in Andheri (Helpers of Mary), Patna (Schulzentrum für Mädchen und Jungen), Shimoga (Gummibaumplantage für ein Kinderheim) sowie auf Sri Lanka (Zentrum für soziale Arbeit) zu besuchen. Auf der Mitgliederversammlung im Dezember wird es dann einen sicher informativen Erfahrungsbe-richt geben.

v.l.: Hermann Bröcker, Barbara Hümer, Gerd Grahlmann

H. Bröcker

Impressionen von einer Burundireise im Januar 2006 (2)

Auf eigene Kosten machten sich im Januar2006 Doris und Heinrich Fischer von der Aktion Kinderhilfe auf den Weg, um die Republik Burundi - sie gehört zu den kleinsten Ländern Afrikas und zu den ärmsten Staaten der Welt - zu besuchen. Burundi ist ein vom ca. zehnjährigen Bürgerkrieg gebeuteltes Land. Der Krieg hat fast zum völligen wirtschaftlichen Niedergang geführt. über 50 Prozent der Menschen leben hier unter der Armutsgrenze. Anders als das Nachbarland Ruanda erhält Burundi derzeit kaum internationale Hilfe, obwohl die Probleme fast identisch sind: Hunger, Arbeitslosigkeit, Malaria und als Folgen der Gewalt, Flucht und Vertreibung, große Angstzustände und viele, viele Kriegs- und Aidswaisen. Also ein Fass ohne Boden!? Nein, denn die Menschen haben Hoffnung. Sie wollen ihr Land wieder aufbauen. Wie im März-Rundbrief angekündigt, folgt hier nun ein Auszug aus dem Reisebericht von Doris Fischer, der sich mit dem Pygmäenprojekt von Care-International beschäftigt. " &Heute Nachmittag können wir doch noch das Pygmäenprojekt besichtigen. Gegen 15.45 Uhr fährt ein Geländeauto von CARE in den Hof. Domitien (unser Gast-geber), ein Fahrer und ein Mitarbeiter von CARE, der für Umweltprojekte zuständig ist und sich ebenfalls mit den Pygmäen auskennt, sind schon im Auto. Wir klettern hoch in den Wagen, und los geht es. Schnell wird uns klar, dass man auch diese Strecke nicht gut mit einem normalen Auto bewältigen kann." Care-International hat dieses Pygmäenprojekt eingeleitet, ihnen Land vom Staat zur Verfügung gestellt, um eine Gruppe bei dem Versuch, sesshaft zu werden, zu unterstützen.

"Die Pygmäen haben bisher mehr oder weniger als Nomaden gelebt, von der Jagd und der Töpferei. Doch davon können sie inzwischen ihren Le-bensunterhalt nicht mehr bestreiten. Es gibt nicht mehr viel zu jagen, und die Töpferwaren können sie kaum noch verkaufen. So hat man ihnen ein größeres Areal zur Verfügung gestellt. Dort haben sie Parzellen, die sie bewirtschaften können. Man hat ihnen beigebracht, wie sie sich kleine Hütten bauen können. Das Material wurde gestellt. Es sind so 82 kleine Häuschen aus Steinen mit Wellblechdächern entstanden. Ein Sprecher der Pygmäen erklärt uns, wie es früher war, und dass sie jetzt mit ihrer Situation besser zufrieden sind. Einige haben inzwischen gelernt, mit Holz zu arbeiten, um sich so etwas zu verdienen. Er redet sehr flüssig, ohne Scheu. Domitien muss fleißig übersetzen. Wir dürfen auch in die Hütte des Chefs eintreten. Ich muss mich bücken, alle lachen. Es gibt nicht viel zu sehen, nur ein paar Säcke, wahrscheinlich Vorräte, es ist ziemlich dunkel drinnen. Die Pygmäen, die übrigens nicht alle so klein sind, wie es immer wieder in Büchern beschrieben wird, sind hoch erfreut darüber, dass wir ihre Hütte betreten haben und keine Berührungsängste hatten. Wie viele Menschen hier leben, lässt sich nicht genau sagen. Bisher weigern sie sich, offiziell zu heiraten und ihre Kinder anzumelden. Sie würden gern Hochzeit feiern, sagen sie, doch dazu brauchten sie u. a. bessere Kleidung. Eigentlich haben sie Recht. Eine Hochzeit ist ein Fest, und dazu gehört angemessenes Essen, Trinken und festliche Kleidung. Sie besitzen sicherlich nur das, was sie anhaben, und das ist stellenweise sehr ärmlich, schmutzig und kaputt. Viele Kinder tragen Lumpen, einigen läuft die Nase, um die Augen herum haben sie angetrockneten Dreck, viele stinken. Wie ist es mit dem Schulbesuch, frage ich. Ja, einige wenige gehen schon zur Schule, antworten sie. Sie wissen, dass es heute sehr wichtig ist, lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Sie müssen den weiten beschwerlichen Weg bis in die "Stadt" Ngozi gehen, eine näher gelegene Schule gibt es nicht. Doch das sei kein Problem meint Domitien, weite Wege sei man hier gewöhnt. Aber auch in diesem Falle fehlt es an ordentlicher Kleidung und wohl auch an dem Geld, ein Heft oder einen Bleistift kaufen zu können. Bescheiden drücken sie ihren Wunsch oder ihre Hoffnung aus, dass wir gekommen sind, um ihnen zu helfen. Wir erklären, wir würden in einer Hilfsorganisation arbeiten, könnten jetzt sofort nichts entscheiden, würden aber nach unserer Rückkehr mit der Gruppe sprechen und überlegen, was zu tun sei. Da es jeden Moment droht, wieder zu regnen, schon zum dritten Mal heute, verabschieden wir uns. Sie reichen uns alle zum Abschied die Hand. Freundliche, aufgeschlossene Menschen. Das scheint ein sinnvolles Projekt zu sein, was CARE hier realisiert hat. Im April oder Mai 2006 läuft diese Hilfsmaßnahme aus. Wir überlegen, ob hier von Seiten der Kinderhilfe etwas getan werden kann. Wir werden das Anliegen den Verantwortlichen in Münster vortragen &" Die AKH wird in ihren nächsten Sitzungen prüfen, wie sie Kindern in die-sem Land helfen kann.

Vereinsjubiläum Die Aktion Kinderhilfe Münster e.V. besteht im Jahre 2008 40 Jahre. Jahre, in denen wir helfen konnten, zu wenig, um wirklich zu verbessern, aber so viel, dass wir vielen Kindern zu einem glücklicheren Leben verhelfen konnten. Deshalb möchten wir uns auch ein wenig feiern. Dies soll in Form eines Jubiläumstages am 31. Mai 2008 im Franz Hitze Haus in Münster stattfinden. über das Programm werden wir rechtzeitig informieren. Alle Mitglieder und Freunde sollten sich den Termin schon vormerken.

 

Impressionen vom Weltkindertag 2006 in Münster

Wie in den vergangenen Jahren, so war die Aktion Kinderhilfe Münster e.V. auch 2006 wieder aktiv mit einem Programm für die Kinder dabei!


Schulbauten in Afghanistan:

Die neue Grundschule für Mädchen (und einige Jungen) in Haidar vom Sturm reichlich verweht. Unterrichtet wird daher nicht im, sondern auf dem Zelt. Die Mädchenschule in Malaspa (Pandjirtal), rechts der Toilettenanbau. Um die Raumnot zu beheben, wird ein Neubau mit 3-4 Klassenräumen errichtet werden

 

Eine Bitte unserer Buchhaltung: Geben Sie bitte immer Ihre vollständige Anschrift auf dem überweisungsträger an, damit wir Ihnen die Spendenquittung ordnungsgemäß ausstellen können. Wenn Sie umziehen, sollten Sie uns Ihre neue Anschrift auch mitteilen. Vielen Dank!!

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