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AKTION KINDERHILFE MüNSTER e.V.Rundbrief Oktober 2007
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Mit freundlichen Grüßen
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Vorsitzende der Aktion Kinderhilfe Münster
e. V
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Father Zacharias berichtet aus Indien

Father
Zacharias aus Indien im Lesesaal der Stadtbücherei
Ungefähr 40 Zuhörer fanden sich im Lesesaal der Stadtbücherei Münster ein, um unter dem Motto " Indien macht neugierig" dem Bericht Father Zacharias zu verfolgen. Der indische Priester, der zur Zeit im Raum Heidelberg eine Urlaubsvertretung macht, war auf unsere Einladung nach Münster gekommen und hat damit den Besuch unserer Reisegruppe vom November letzten Jahres (s. Bericht Frühjahrsrundbrief) erwidert. Der Abend begann mit einem klassischen tamilischen Tanz. Exotische Klänge erklangen aus den Boxen. Die jungen Tänzerinnen vom Tamilischen Kultur- und Sportverein trugen bunte, traditionelle Kleider. Auch ihr Schmuck bewegte sich im Takt der Musik.

Tanz der tamilischen Kinder
An Hand von Lichtbildern erläuterte dann Father Zacharias wie unsere Hilfe in Indien angekommen ist und welche Auswirkungen seine Arbeit und die seiner Mitarbeiter auf die Entwicklung Indiens hat. Er machte deutlich, dass die christli-chen Schulen, an denen überwiegend Kinder aus anderen Religionsgruppen lernen, einen Erziehungsbeitrag zu Toleranz und Akzeptanz gleicher Rechte für alle leisten. Er ermutigte auch Bauern zum Anbau von Gummibäumen ermutigt, da die Nachfrage nach Naturkautschuk groß sei und wirtschaftlichen Erfolg verspreche. Er unterstützt sie dabei auch finanziell, indem er die Hälfte der Kosten für die Jungpflanzen übernimmt. Auch Anleitung zur ökologischen Landwirtschaft wird von einem Priester, der in Italien Landwirtschaft studiert hat, Father Zacharias berichtet den Zuhörern gegeben. Selbsthilfegruppen werden geleitet und unterstützt. In Planung ist jetzt der Neubau einer Schule im Staat Andra Pradesh, einem der ärmsten Gebiete Indiens. Father Zacharias und seine Mitarbeiter haben das Ziel, den vielen benachteiligten Gruppen im aufstrebenden Indien eine bessere Zukunft zu geben. Zum Abschluss des Abends konnten die Gäste noch einige indische Köstlichkeiten genießen, die von den Müttern der tamilischen Tänzerinnen gekocht worden waren. Dafür möchten wir uns auch hier noch einmal herzlich bedanken.

Father Zacharias berichtet im Aktionskomitee
über die geleistete Arbeit in Indien.
Was macht der "Weltgarten" im Zoo?
Was macht die Kuh im Weltgarten?
Eine Woche lang benutzten wir Aktiven der Aktion Kinderhilfe den Lieferanteneingang des Zoos, um in den "Weltgarten" zu gelangen. Die Gruppierung "Eine-Welt-Netz" hatte ein überdimensionales Zelt, eben den Weltgarten, aufgebaut, um über seine Ziele zu informieren: Mehr Gerechtigkeit in der Welt, globaler Umweltschutz, weltoffene Politik, kulturelle Vielfalt, friedliche Konfliktlösung und Einhaltung der Menschenrechte. Wir hatten die Möglichkeit, uns mit unseren Projekten vorzustellen, um diese Ziele, die ja auch unsere sind, zu erreichen. So haben wir eine Woche lang vielen Gästen von unserem Engagement erzählt, fairen Kaffee ausgeschenkt und schöne Stickereien aus Sri Lanka verkauft. Unsere Beelener Zweigstelle betreut dieses Handarbeitsprojekt, in dem junge Mädchen aus den armen Bevölkerungsschichten eine Ausbildung bekommen. Ihnen sei hier für ihren Einsatz noch mal Danke gesagt. Sicher, die Zoobesucher haben das Bildungsangebot des Weltgartens nicht voll ausgenutzt- wer will schon statt Elefantenfüttern am Samstagnachmittag die globalen Weltprobleme besprechen- ihre Solidarität wurde aber durch die Einkäufe der Fairprodukte sichtbar. Gelernt haben wir selbst vielleicht am meisten. Mit dem Riesenpuzzle reisten wir um die ganze Welt, um eine Jeans zu produzieren, landeten auf einem pestizidverseuchten Baumwollfeld und erfuhren von den Hungerlöhnen in der salvadorianischen Näherei. Ein Video machte uns nachdenklich über den selbstverständlichen Umgang mit dem Handy, zu dessen Herstellung Coltan nötig ist. Tausende von Arbeitern stehen in Nigeria stundenlang mit den Füßen im Wasser, um es abzubauen, sie hätten eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitszeiten verdient.

Und die Kuh hatte viele Fragen, die man dann auf ihrem dicken Bauch beantwortet
bekam: Hat sich die weltweite Fleischproduktion in den letzten 50 Jahren
verdoppelt, verfünffacht oder versiebenfacht? Und benötigt man zwei, vier
oder sechsmal mehr Ackerfläche, um die Tiere zu füttern, als wenn Menschen
sich von Produkten dieser Fläche ernähren würden? 2002 wurden 242 Millionen
Tonnen Fleisch produziert, fünfmal mehr als vor 50 Jahren und damals hatte
noch ein Viertel der Ackerfläche für Fleischproduktion ausgereicht. Zahlen,
die nachdenklich machen.
Fünf Jahre Kinderhilfe Münster-Stiftung
Bei der Vorfreude auf unser 40-jähriges Vereinsjubiläum könnte fast untergehen, dass unsere Kinderhilfe Münster-Stiftung im Mai 2008 genau fünf Jahre alt ist. Schon jetzt ein kurzer Bericht: Diese Stiftung realisiert ihre Satzungsziele nicht unmittelbar, sondern durch den zugehörigen Verein, dessen Finanzausstattung sie verbessert und insbesondere stabilisiert. Dies ist notwendig, weil ca. 2/3 der Einnahmen aus stark schwankenden Spenden und Bußgeldzuweisungen stammen. Dabei fließen ? der Ausgaben in langjährige Unterstützungsvorhaben! Zu der gleich bleibend hohen Förderung unserer Selbsthilfe-Partner in der sog. Dritten Welt fühlen wir uns moralisch verpflichtet. Im Rückblick zeigt sich, dass die Stiftungsgründung goldrichtig war. In 2003 haben wir das Stiftungsmindestkapital in Höhe von 50 000 € aus dem Vereinsvermögen bereit gestellt. Hinzu kamen bis heute 57 500 € Zustiftungen, so dass incl. der Bilanz-Mittelvorträge in den Vermögensstock der Stiftung das Gesamtvermögen ca. 115 000 € beträgt. In den Jahren 2005 bis 2007 wurden jeweils ca. 6 000 € an den Verein ausgeschüttet, was ca. 5 % des Vermögens ausmacht. Außerdem wurden die o.a. Mittelvorträge erwirtschaftet, die zusätzliche 2 % des Vermögens umfassen. Dies war nur möglich, weil die Stiftung nicht wie der Verein auf mündelsichere Zinsanlagen beschränkt ist und mit dem zulässigen Drittelanteil an Aktienanlagen in den letzten 4 Jahren erhebliche Kurssteigerungen realisiert werden konnten. In solchen Zeiten stellen die in den nach dem Kauf gestiegenen Aktienkursen enthaltenen stillen Reserven einen guten Ausschüttungspuffer für plötzlichen Finanzbedarf im Verein dar. Vor Zeiten stark fallender Kurse sollten diese Aktienkursreserven realisiert werden und im Rahmen der Abgabenordnung als "Zweckrücklage für Jahre mit fallenden Aktienkursen" einer abzubauenden Ausschüttungsreserve dienen. Dies ist Anfang März 2007 zum Teil geschehen. Darüber hinaus gehende Kurserlöse werden an den Verein ausgeschüttet oder dauerhaft dem Stiftungsvermögen zugeführt. Eine durch unsere Internet-Darstellung der Stiftung ausgelöste Zustiftung in 2007 gibt Anlass, eine (Geld-)kostengünstige, aber (Helfer-)personalintensive Werbungsaktion für das Zustiften zu beginnen. Anstelle des "kalten Vererbens im Todesfalle" macht das "mit warmer Hand durch Zustiften Schenken" schon zu Lebzeiten Freude. Dies gilt insbesondere, wenn man selbst eine Erbschaft macht. Bisher besteht der Stiftungsbeirat nur aus Mitgliedern des Aktionskomitees des Vereins. Zustifter sind darin laut Satzung zulässig und erwünscht. Für Fragen stehen der Beiratsvorsitzende Hermann Bröcker (Tel. 02512301277) und der Schatzmeister Gerd Grahlmann zur Verfügung (Tel. 02533 298 622). Gemeinnützige Zuwendungen an die Kinderhilfe sind nach dem für 2007 geltenden Steuerrecht bis zu 20% des zu versteuernden Einkommens abzugsfähig, darüber hinausgehende Beträge bis zu zusätzlichen 25 000 € nur im Falle der Zustiftung. Die Sorgen über diese Obergrenzen hätten wir gerne, viel wichtiger und häufiger sind Grenzfälle um den Mindest-Stiftungsbetrag von 2 500 €. Kleinere Beträge sollten an den Verein gehen und damit zügig für Satzungszwecke ausgegeben werden. Bei höheren Beträgen kann der Zustifter aber auch in den Vermögensstock der Stiftung spenden. So bleibt seine Zustiftung dauerhaft erhalten und stiftet durch seine ausgeschütteten Erträgnisse "auf ewig" Nutzen für den Kinderhilfe-Verein: Nicht sofort, dafür aber um so nachhaltiger! Die 40-jährige wechselvolle Geschichte der Schwankung der Vereinsspenden und damit der wichtigsten Einnahmenquelle belegt die Notwendigkeit der Kinderhilfe-Stiftung als Stabilisator des Mittelaufkommens für unsere mittelfristig planenden Selbsthilfe-Partner in den Förderländern. Werden auch Sie ein Zustiftungs-Partner!
Schulen im Hindukush
Seit Jahren unterstützt die Aktion Kinderhilfe Münster durch den Freundeskreis Afghanistan (FKA) Schulprojekte in Afghanistan. Hier ein Bericht des FKA: Selbst während des Talibanregimes konnten die sieben unterstützten Schulen im Hazarajat in Zentralafghanistan, einer der ärmsten Provinzen des Landes, den Schulbetrieb fortführen. Inzwischen gibt es für jedes der fast 5000 Kinder im Bezirk Jaghori einen Schulplatz. Mangels Lehrern und Schulraum findet der Unterricht in zwei Schichten statt. Weil die Lehrer wegen der weiten Entfernung zwischen den Schichten nicht nach Hause gehen können, finanziert der FKA Mittagessen für die Lehrkräfte, eine Unterstützung, für die alle Betroffenen dankbar sind. Das Engagement der Lehrer und Lehrerinnen ist bewundernswert. Der Erfolg dieses Engagements ist beinahe sensationell. Fast alle bestehen das Abitur. 90 % der Bewerber aus Jaghori für einen Studienplatz bestehen die Aufnahmeprüfung an afghanischen Universitäten während der nationale Durchschnitt bei 40% liegt. Unsere Freunde in Jaghori versichern uns immer wieder, dass sie ohne diese Hilfe aus Deutschland nicht da wären wo sie jetzt sind, nämlich, mit nie da gewesenen Bildungschancen, die sie eifrig nutzen. Und immer wieder bitten sie uns, "ihre" deutschen Freunde zu grüßen und ihnen für die Unterstützung zu danken. Ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Arbeit ist "unsere" Shah Gul Rezaie. Diese junge Frau hat es von einer Moscheeschule in Jaghori über ein Studium in Kabul zur Schulleiterin des Saynabia-Mädchengymnasiums gebracht heute ist sie Parlamentsabgeordnete in Kabul. Diese Karriere zeigt den Erfolg unserer Unterstützungen, die wir gerne fortführen möchten.
Vereinsjubiläum Voranzeige
Die Aktion Kinderhilfe Münster e.V. besteht im Jahre 2008 40 Jahre - Jahre,
in denen wir helfen konnten, zu wenig, um grundlegend Strukturen verbessern
zu können, aber so viel, dass wir vielen Kindern zu einem glücklicheren
Leben verhelfen konnten. Deshalb möchten wir uns auch ein wenig feiern.
Dies soll in Form eines Jubiläumstages am 31. Mai 2008 im Pfarrzentrum
Hl. Kreuz Maximilianstr.59 Über das genaue Programm werden wir rechtzeitig
informieren. Alle Mitglieder und Freunde sollten sich den Termin schon
vormerken.
Eine Bitte unserer Buchhaltung: Geben Sie bitte immer Ihre vollständige Anschrift auf dem Überweisungsträger an, damit wir Ihnen die Spendenquittung ordnungsgemäß ausstellen können. Wenn Sie umziehen, sollten Sie uns Ihre neue Anschrift auch mitteilen. Vielen Dank!!
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Aktion Kinderhilfe Münster e.V. - Rumphorstweg 71, - 48147 Münster
Telefon / Fax (02 51) 27 48 04, - E-Mail: akh.ms@t-online.de
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